Was ist Kachexie?
Kachexie ist eine Form von unfreiwilligem Gewichts- und Muskelverlust, die bei schweren Erkrankungen – insbesondere bei Krebs – auftritt. Es handelt sich dabei nicht um eine normale Gewichtsabnahme, weil der Hund zu wenig frisst. Vielmehr ist es ein aktiver Prozess, bei dem der Körper sich selbst abbaut, selbst wenn die Nahrungsaufnahme völlig normal ist.
Bei mehr als der Hälfte aller Hunde mit Krebs wird eine Kachexie diagnostiziert. Sie ist nicht nur ein Symptom der Erkrankung, sondern verschlimmert diese auch: Hunde mit Kachexie vertragen Behandlungen schlechter, erholen sich langsamer und haben eine kürzere Lebenserwartung.
Warum verliert ein Hund mit Krebs an Muskelmasse?
Krebs stört den Stoffwechsel auf fundamentale Weise. Der Tumor:
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Verbraucht Zucker auf ineffiziente Weise (über anaerobe Glykolyse), wodurch sich der Körper ständig in einem Energiedizit befindet.
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Verursacht chronische Entzündungen, die Muskeleiweiß abbauen, um es als Brennstoff zu nutzen.
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Erhöht bestimmte Hormone und Zytokine (wie TNF-alpha und IL-6), die den Muskelabbau aktiv vorantreiben.
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Vermindert den Appetit, wodurch auch die Zufuhr von wichtigen Baustoffen sinkt.
Das Ergebnis: Der Körper baut Muskelgewebe ab, um Energie zu gewinnen – selbst wenn noch Fettreserven vorhanden sind. Aus diesem Grund werden Hunde mit Krebs nicht nur dünner, sondern auch schwächer, müder und weniger widerstandsfähig.
Wie erkennst du eine Kachexie bei deinem Hund?
Eine Kachexie beginnt schleichend. Achte auf folgende Anzeichen:
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Sichtbare Rippen oder Wirbel, die vorher gut bedeckt waren.
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Verlust von Muskelmasse an Rücken, Hüften oder Schultern – der Hund wirkt regelrecht „eingefallen“.
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Gewichtsabnahme trotz eines einigermaßen normalen Appetits.
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Schwäche oder Probleme beim Aufstehen, Gehen und Treppensteigen.
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Schnellere Ermüdung bei kurzen Spaziergängen.
Bist du dir unsicher? Lass den Tierarzt den Body Condition Score (BCS) und den Muscle Condition Score (MCS) ermitteln. Diese Werte bieten ein weitaus objektiveres Bild als das Gewicht allein.
Was kannst du als Besitzer tun?
1. Sorge für hochwertiges Protein
Um dem Muskelabbau entgegenzuwirken, braucht der Körper Baustoffe. Hunde mit Krebs benötigen mehr Protein als gesunde Hunde – nicht weniger. Wähle Futter mit tierischem Eiweiß von hoher biologischer Wertigkeit (Huhn, Fisch, Ei, Fleisch).
2. Füge Omega-3-Fettsäuren hinzu
EPA und DHA (aus Fischöl) hemmen die Entzündungszytokine, die den Muskelabbau antreiben. Sie helfen nicht nur, die Entzündungen zu lindern, sondern verlangsamen auch den Kachexie-Prozess an sich. Mehrere Studien zeigen, dass eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren die Muskelmasse bei Hunden mit Krebs signifikant besser erhält.
3. Kleine, häufige Mahlzeiten
Ein verminderter Appetit macht große Portionen schwierig. Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag sind leichter verdaulich und sorgen für eine konstante Nährstoffzufuhr.
4. Nährstoffreiche Snacks als Unterstützung
Snacks sind für einen krebskranken Hund kein Luxus – sie sind eine Chance. Ein schmackhafter Leckerbissen, der reich an Proteinen, gesunden Fetten und Nahrungsergänzungsmitteln ist, gleicht die Nährstoffaufnahme in Momenten aus, in denen dein Hund sein normales Futter verweigert. BraveBites wurden speziell für diesen Zweck entwickelt: proteinreiche, schmackhafte Snacks, die auf die besonderen Bedürfnisse von Hunden mit Krebs abgestimmt sind.
5. In Bewegung bleiben (angepasst)
Muskeln bleiben nur erhalten, wenn sie genutzt werden. Selbst kurze, gemütliche Spaziergänge helfen dabei, der Atrophie entgegenzuwirken. Frage deinen Tierarzt, welches Pensum für die aktuelle Situation deines Hundes angemessen is.
Kann eine Kachexie vollständig rückgängig gemacht werden?
Ehrliche Antwort: Solange der Tumor im Körper ist, ist eine vollständige Umkehrung schwierig. Aber den Prozess zu verlangsamen und zu stabilisieren, ist absolut möglich – mit der richtigen Ernährung, den passenden Zusätzen und guter Begleitung. Und das macht einen riesigen Unterschied. Nicht nur für das Gewicht, sondern für die allgemeine Lebensqualität, das Energieniveau und die Verträglichkeit von Therapien.
Sprich das Thema Kachexie daher proaktiv bei deinem Tierarzt oder Onkologen an – am besten so früh wie möglich, bevor bereits viel Muskelmasse verloren gegangen ist.
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