Krebs bei Hunden kommt leider häufiger vor, als viele Besitzer denken. Oft wird er zufällig entdeckt; beim Streicheln, Bürsten oder Waschen des Hundes. Genau deshalb ist es so wichtig zu wissen, worauf man achten muss. Frühe Erkennung kann nämlich einen großen Unterschied bei den Behandlungsmöglichkeiten und der Lebenserwartung Ihres Hundes machen.
Häufige Anzeichen von Krebs bei Hunden
Die Symptome von Krebs können je nach Hund und Tumorart variieren. Dennoch gibt es einige Anzeichen, die regelmäßig auftreten:
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Plötzliche Knoten oder Schwellungen
Neue oder schnell wachsende Knoten verdienen immer Aufmerksamkeit. Dazu gehört das Erkennen eines Tumors beim Hund, aber auch plötzlich auftretende Schwellungen, die vorher nicht da waren. -
Wunden, die nicht heilen
Bleibt eine kleine Wunde wochenlang offen oder kommt immer wieder zurück? Das kann auf zugrunde liegende Probleme hinweisen, einschließlich Krebs. -
Veränderungen im Appetit oder Gewicht
Weniger fressen, plötzlicher Gewichtsverlust oder unerklärliche Gewichtszunahme können Warnsignale sein. -
Lethargie oder verminderte Energie
Ist Ihr Hund plötzlich schnell müde, weniger verspielt oder zurückhaltender beim Spazierengehen? Das kann mehr sein als nur Alterserscheinungen. -
Husten, Erbrechen oder Durchfall ohne erkennbare Ursache
Anhaltende Beschwerden ohne Infektion oder Futterumstellung können auf innere Tumoren hinweisen. -
Schluck- oder Atembeschwerden
Dies kann auf Geschwülste im Hals, Brustkorb oder in der Lunge hindeuten und sollte immer schnell untersucht werden
Nicht jeder Knoten ist bösartig!
Gut zu wissen: Nicht jeder Knoten bedeutet Krebs. Ein häufiger Fettknoten bei Hunden (Lipom) ist meist gutartig und harmlos. Dennoch ist es wichtig, jeden neuen oder sich verändernden Knoten kontrollieren zu lassen. So kann beispielsweise ein Mastzelltumor beim Hund äußerlich stark wie eine harmlose Schwellung aussehen, während schnelles Handeln entscheidend ist.
Diagnostik: Wie wird Krebs festgestellt?
Wenn Ihr Tierarzt eine verdächtige Stelle ertastet oder sieht, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur weiteren Untersuchung:
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Feinnadelaspiration
Ein einfacher und nahezu schmerzloser Test, bei dem Zellen aus dem Knoten zur Untersuchung entnommen werden. -
Biopsie oder bildgebende Verfahren
Bei Unsicherheit kann ein Gewebestück entnommen oder eine Ultraschall-, Röntgen- oder CT-Untersuchung durchgeführt werden. -
Schnelle Diagnose = bessere Prognose
Je früher Krebs bei Hunden erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung und eine gute Lebensqualität.
Zum Schluss
Sie kennen Ihren Hund am besten. Vertrauen Sie daher immer Ihrem Gefühl: Wenn Ihnen etwas auffällt, das nicht stimmt, warten Sie nicht ab. Regelmäßige Kontrollen und Aufmerksamkeit können den Unterschied zwischen Abwarten und rechtzeitigem Eingreifen ausmachen.
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